Waster von Black Fencer

Zum Ausprobieren steht der Waster von Black Fencer. Fachbezeichnung Longswords Extra Long V4. Mit Wastern assoziiere ich immer „Training mit Kompromissen“. Wobei ich tatsächlich viel mit Wastern arbeite, gerade mit Schulklassen. Aber wie gesagt, im Grunde bin ich kein überzeugter Fan von Wastern.

Nun brachte Jemand in unsere Trainingsgruppe jenes oben abgebildete Langschwert. Mein erster Eindruck war – oh hässlich. Die Waster von Red Dragon wirken ja noch irgendwo elegant. Dieser hier wirkt optisch eher klobig. Die dicken Schlagkanten vermitteln eher den Eindruck einer Hammerfläche als einer Schneide.

Das Gehilz ist ähnlich einer Fechtfeder. Die Parierstange und der Knauf aus Stahl. Auch hier war ich eher skeptisch ob ein doppelter Kompromiss zum allgemeinen Mehrwert beitragen würde.

Im Ausprobieren bin ich dann positiv überrascht wurden. Prinzipiell bringt der Waster aufgrund seiner Machart ein gewisses Eigengewicht mit. Das fühlt sich gut an. Die Schläge können präzise geführt werden. Und man bekommt auch das Gefühl einer gewissen Energie die man in den Ort bringen kann. Die Klinge ist im Vergleich zu den bekannten Wastern deutlich steifer. Damit fällt auch die bisherige Wabbligkeit weg. Allerdings bedeutet diese Steifheit auch wieder eine größere Achtsamkeit bei Stichen. Da freue ich mich doch schon auf das erste Sparring.

Mein Fazit: Ein Kompromiss aber durchaus ein Gelungener. Die Schlagkanten würde ich empfehlen auf jeden Fall mit etwas Sandpapier zu bearbeiten und abzurunden. Ansonsten durchaus eine brauchbare Trainingswaffe. Preislich steht die Waffe wie bei Wastern von anderen Herstellern. Man hat also in der Hinsischt kein Vorteil oder Nachteil.  Das höhere Eigengewicht und die etwas steifere Klinge wäre für mich entscheidener Grund Wem oder für Was ich die Waffe empfehlen würde. Möchte sie jemand privat für sein eigenen Training nutzen dann JA sehr gerne. Meine Empfehlung. Für die Arbeit mit Schulklassen oder Jugengruppen wie ich es immer wieder habe, bleibe ich lieber bei den etwas biegsameren Wastern.

Hier nochmal die Schlagkante. Die noch sichtbaren Riffeln aus dem Herstellungsprozess vermitteln das Gefühl einer unfertigen Klinge. So als seien die letzten Arbeitsschritte weggelassen wurden. Selbiges findet man aber auch bei einigen Stahlschwertern. Hat aber auf das Klingenverhalten  keinen Einfluß.

 

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