Schaukampf

Die Idee Kämpfer zur Unterhaltung auftreten zu lassen oder das Kämpfer vor einem Publikum ihr Können demonstrieren, ist wahrscheinlich so alt wie das Kämpfen selbst. Im Mittelalter gab es die sogenannten Klopffechter die auf Märkten zur Unterhaltung auftraten und Fechtstücke zeigten. Im Grunde spielten Sie Theater. Andere Meister versuchten sich davon abzuheben und hielten öffentliche Fechtschulen ab wo sie ihr Können zeigten und Unterricht gaben. Fechtmeister wie Hans Thalhoffer beschreiben Fechtstücke die man nur auf solchen öffentlichen Fechtschulen zeigen soll. Für den realen Kampf wären sie zu kompliziert und daher gefährlich. Wie auch immer. Damals wie heute ist es Teil der Fechtkultur. Inszeniertes Theater wo man nicht mehr gegen Jemanden fechtet, sondern mit Jemandem etwas zeigt. z.B. eben ein Fechtstück. Besonders gute Fechtstücke sind solche bei denen das Publikum nicht mehr unterscheiden kann ob gespielt wird oder ernst gekämpft wird.

Obwohl damalige Meister oft geringschätzig über die genannten Klopffechter sprachen, scheuen wir uns nicht vor Schaukämpfen. Sie sind eben auch ein Teil der Fechtkultur. Two Swords hat einen speziellen Trainingstag für explizit Schaukampf.

 

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